Amtsgericht Bremerhaven

HRA 2468 BHV, St.Nr.: 75 529 13285
UST-ID-NR DE 247 282 337

Handwerkskammer Bremen
Ansgaritor Straße 24
28195 Bremen
www.hwk-bremen.de

Bildnachweise: Tom Davis, r+h
Piotr Marcinski - Fotolia.com
Andres Rodriguez - Fotolia.com
Olaf Wandruschka - Fotolia.com
Daniel Schoenen - Photocase.de

X
Schließen

Hörprobleme

Schallleitungsschwerhörigkeit
Die Schallleitungsschwerhörigkeit wird auch Mittelohrschwerhörigkeit genannt. Sie bezeichnet jene Form der Schwerhörigkeit, bei der eine Störung der Schallübertragung im äußeren Ohrbereich oder im Mittelohr vorliegt. Mögliche Ursachen sind zum Beispiel der Verschluss des Gehörgangs durch Fremdkörper (Ohrenschmalz, Wasser u. ä.) oder Entzündungen, die Beschädigung des Trommelfells, eine Mittelohrentzündung oder eine angeborene Schallleitungsfehlbildung. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine Schallleitungsschwerhörigkeit gute medizinische Behandlungsmöglichkeiten bietet.

Schallempfindungsschwerhörigkeit
Die Schallempfindungsschwerhörigkeit wird auch Innenohrschwerhörigkeit genannt. Hierunter werden die Arten von Schwerhörigkeit gefasst, bei welchen beispielsweise die feinen Härchen im Innenohr geschädigt sind. Diese verstärken normalerweise den Schall und wandeln ihn in elektrische Signale um. Als Ursachen sind hier vor allem altersbedingte Degenerationsprozesse, genetische Erkrankungen, sehr hohe Lärmbelästigung, Beeinträchtigungen durch Medikamente, Tumore und Hörstürze zu nennen. Auch Infektionen während der Schwangerschaft können bei Kindern zu dieser Form der Schwerhörigkeit führen. Eine Schallempfindungsschwerhörigkeit lässt sich meist weder medikamentös noch operativ beheben. Der Funktionsverlust kann aber sehr gut durch die Anpassung eines Hörsystems aufgefangen werden.

Schallverarbeitungsstörung
Die Schallverarbeitungsstörung hat ihre Ursache im Gehirn. Der Schall wird zwar ordnungsgemäß weitergeleitet und in elektrische Impulse umgewandelt, allerdings kann der beschädigte Hörnerv diese Signale nicht mehr richtig an das Gehirn weiterleiten oder das Gehirn kann die korrekten Impulse nicht mehr fehlerfrei verarbeiten. Geräusche und Sprache werden zwar gehört, der Betroffene kann diese aber nicht einsortieren und verstehen. Dies kann zum Beispiel nach einem Schlaganfall, bei Demenzerkrankungen, Hirntumoren und Entzündungen des Hörnervs oder der Gehirns der Fall sein.